| Der Beginn der Geschichte der V 20 liegt
im Jahr 1943, als im Auftrag der Wehrmacht eine leichte Rangierlok für den
Verschubdienst auf Flugfeldern, in Tanklagern und anderen militärischen
Einrichtungen entwickelt wurde. Insgesamt 129 Maschinen verliessen die Fertigungshallen.
Ein besonderes Merkmal dieser Baureihe war die explosionssichere Ausführung,
da die Fahrzeuge in feuerkritischer Umgebung (Treibstoffe, Munition) eingesetzt
wurden. Diese "Feuerunfreundlichkeit" machte sich die DB dienbar und setzte
einige Exemplare im Hamburger Petroleumhafen ein. Andere Maschinen wurden
im leichten Rangier- und Arbeitszugdienst eingesetzt. 1979 schied die letzte
Lok (270 035) aus dem Betriebsdienst aus. |
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Das Kleinserienmodell entspricht der
Epoche 3-Ausführung mit schwarzem Aufbau, rotem Fahrwerk, Dreilicht-Spitzensignal
und dem "leckeren" DB-Keks und trägt die Betriebs-Nr. V 20
020. Marks bietet neben dieser Ausführung noch weitere Varianten an,
die das Spektrum von der Epoche 2 bis zur Epoche 4 mit allen Lackierungs-,
Beschriftungs- und Detaillierungsvarianten abdecken und somit jeden "Epochen-Fetischisten"
zufriedenstellen.![]() Das Modell ist ausgezeichnet detailliert, die Vielzahl der Feinheiten kann hier nur angerissen werden: freistehende Griffstangen an den Aufbauten, zierliche Nachbildung der Aufstiegsleiter und des Umlaufes, angesetzte Pfeife, separat aufgesetztes Fabrikschild... Für den Einsatz im heimischen "Eisenbahnmuseum" (sprich Vitrine) liegen Bremsschläuche und Hakenkupplungen bei, die wegen ihrer Feinheit besser nicht vom Tisch in den hochflorigen Teppich fallen sollten... Die exakte Bedruckung und die seidenmatte Farbgebung verdienen höchstes Lob und betonen die Details. Abgerundet wird der Auftritt durch ein sehr gut gestaltetes Fahrwerk mit feinen Blindwellen und richtig dimensionierten Gegengewichten. Die Räder sind brüniert und wirken dadurch zierlicher. So wie die Optik des Modells ein Fest für die Augen ist, so ist das Fahrverhalten ein "Event" für den Mann am Regler. Die Fahreigenschaften sind eine Offenbarung - etwas besseres gibt es zur Zeit nicht in der Spurweite N - und das bei den kompakten Abmessungen des Modells. Marks ist es gelungen, neben einem Glockenankermotor auch noch eine sehr wirksame Schwungmasse und ein sehr gut abgestimmtes Getriebe einzubauen. Dreht man den Regler auf, beschleunigt das Modell sanft, nimmt man die Spannung zurück oder schaltet ab, so gleitet das Modell noch "eine Weile" über das Gleis. Der Auslauf wird auch im Rangiergang wirksam und millimetergenaues Navigieren im Bahnhof wird zum Kinderspiel. Selbst "herbstlich" verschmutzte Gleise sind keine Gefahr für das Fahrvergnügen. Da fast alle Bauteile aus Messing oder anderen Metallen bestehen, besitzt das Modell ein hohes Eigen- und somit Reibungsgewicht und damit eine gute Zugkraft. Das Modell kann mit einem Digitaldecoder bestellt werden und wird wie alle grösseren Marks-Modelle in einer schicken Holzschachtel geliefert. Diese noble Unterbringung ist angesichts der Details und Werthaltigkeit angemessen. |
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| Das Modell der V 20 von Marks zeigt, was
heute im Bereich der Baugrösse N machbar ist. Neben der ausgezeichneten
Detaillierung sind es besonders die Fahreigenschaften, die für Aufsehen
sorgen und den Spass mit der Lok ausmachen. Man kann sich stundenlang mit
der Lok beschäftigen. Allerdings hat die Qualität auch ihren Preis:
ca. 380,- EURO sind für die nicht digitalisierten Modellvarianten auf
den Tisch zu legen. Man erhält aber einen sehr guten Gegenwert und
wer die Lok im Einsatz erlebt hat, wird erkennen, dass sie ihr Geld wert
ist. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist wegen des anhaltenden Spielspasses
sehr gut. |
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