![]() Trix 12202 - BR 221 der DB |
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Jeder kennt Sie, die V200-Lokomotivfamilie
der Deutschen Bundesbahn. Die Lokomotiven waren in den sechziger Jahren
ein Aushängeschild der noch relativ jungen Bundesbahn und sorgten bei
manchen Eisenbahnfreunden für Frust, wenn eine dieser bulligen Maschinen
einen Ersatzdienst für die damals noch unter "Plandampf"
stehenden Schnellzugloks der Baureihen 01 und 03 fuhr. Nun, auch an diesen
Maschinen ist die Zeit vorbeigegangen, seit nunmehr 12 Jahren stehen die
Loks nicht mehr im Dienst. Das
Vorbild des hier besprochenen Trix-Modells gehört zur Baureihe V2001,
die "hohe Eins" deutet auf die Nachfolgeserie der Ursprungs-V200
hin, die Ende der fünfziger Jahre durch die immer grösseren
Zugmassen überfordert wurde. Der Münchner Hersteller Krauss-Maffei
erhielt als Konsequenz aus diesen betrieblichen Veränderungen den
Auftrag, eine leistungsgesteigerte Variante zu entwickeln. Die ab 1968
bezeichnete Baureihe 221 hatte eine Leistung von 2 x 1.350 PS und unterschied
sich äusserlich durch veränderte Stirnflächen, verbesserte
Drehgestelle und bei den Fenster- und Lüftergestaltung von den Vorgängern.
Logischerweise hielten sich die jüngeren und reiferen Schwestern
länger im Dienst, allerdings wurden die verbleibenden Loks in den
letzten Einsatzjahren bei der Bundesbahn vor schweren Güterzügen
im Ruhrgebiet eingesetzt.Nähere Informationen zur Baureihe V200 finden sich im Eisenbahn Journal-Special 5/93 "Die Baureihe V 200" des Hermann Merker Verlages (ISBN 3-922404-46-4). Das Heft ist im Fachhandel oder direkt beim Verlag erhältlich. |
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Als ich den Neuheiten-Prospekt von Trix las, fiel mir neben den vielen
anderen Modellen auch die neu aufgelegte V200 sofort ins Auge, besass
ich doch vor einigen Jahren schon eine V200 von Trix. Das Modell ist keine
Neukonstruktion, sondern ähnlich wie die bereits erschienene und
ebenfalls von mir getestete V100 eine überarbeitete Modellvariante. Optisch vermag das Modell sehr zu überzeugen, die bullige und kraftvolle Form wird sehr gut wiedergegeben. Die Fenstereinsätze sind überarbeitet worden und wirken zierlicher. Auch die anderen Details wirken feiner und filigraner, besonders hervorzuheben sind die Drehgestellblenden und die sehr feine Bedruckung. Die Farbgebung ist stimmig und die silbernen Zierlinien sind präzise aufgedruckt. Der Antrieb der Lok erfolgt durch einen Motor mit Schwungmasse auf alle 4 Achsen. 2 Haftreifen garantieren für eine gute Zugkraft. Allerdings ist das Fahrverhalten nicht ganz so dynamisch und ruhig wie das der V200 von Roco, die selbst für heutige Verhältnisse eine ausserordentliche Fahrkultur aufweist. Auch die Trix-V100 läuft ruhiger und ausgeglichener. Trotzdem sind die Fahreigenschaften des Modells als gut zu bezeichnen, nach einer gewissen Einfahrzeit ist eine Verbesserung spürbar. Aber die V200 war ja noch nie ein guter "Rangierhobel"... |
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| Die V200 von Trix ist ein gutes Modell,
auch wenn die Fahreigenschaften eine Spur besser ausfallen könnten.
Die Optik entspricht dem heutigen Stand der Technik und ist sehr gut. Das
Modell ist besonders gut geeignet für die Darstellung der in den siebziger
und achziger Jahren üblichen Kohleganzzüge, wie sie im Ruhrgebiet
zu sehen (und zu hören) waren. Das Preis-/Leistungsverhältnis
ist bei einen durchschnittlichen Strassenpreis von ca. 90,- EURO als gut
zu bezeichnen. |
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