Test und Technik

Brawa 1310 - BR V 180 der DR
Brawa 1310 - BR V 180 der DR
Brawa 1311 - BR V 240 der DR
Brawa 1311 - BR V 240 der DR
Vorbild
Die allgemein unter dem Begriff "V 180-Familie" geführten Lokomotiven weisen aufgrund verschiedener Serien deutliche Unterschiede auf. Nachdem die Deutsche Reichsbahn die vierachsigen Baureihen V 180.0 und V 180.1 in den Dienst gestellt hatte, die sich durch eine veränderte Fensteranordnung und durch einen weiterentwickelten Antrieb unterschieden, bestand ein zusätzlicher Bedarf für eine leistungsfähige Nebenbahndiesellokomotive mit verringerter Achslast. Durch den Einbau dreiachsiger Drehgestelle konnte die Radsatzfahrmasse von 19 Tonnen der V 180.0 - 1 auf 16 Tonnen bei der nun als V 180.2-4 bezeichneten Baureihe verringert werden. Das Vorbild des Brawa-Modells 1310 trägt die Betriebsnummer V 180 260 und wurde am 18.10.1967 in Dienst gestellt und am 24.09.91 ausgemustert.
Buch "Die Baureihe V 180"
Die V 240 entstand im Rahmen des Neubauprogramms als verstärkte Variante der V 180 für den schweren Güter- und Schnellzugdienst auf Hauptstrecken. Da der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe beschloss, dass Ostdeutschland nur noch Lokomotiven bis maximal 2.000 PS bauen sollte, unterblieb eine Weiterentwicklung der "getunten" Baureihe. Der Einzelgänger wurde vom Herstellerwerk LKM in Babelsberg als Testträger verwendet und schliesslich von der DR übernommen.

Die Geschichte der V 180-Familie wird in ausführlicher Form in dem Buch "Die Baureihe V 180" des Eisenbahn Kurier-Verlages beschrieben (ISBN 3-88255-180-1). Neben sehr guten Aufnahmen zeichnet sich dieses Werk auch durch eine sehr ausführliche Beschreibung der Entwicklungs- und Einsatzgeschichte aus. Abgerundet wird dieses Buch durch ein Stationierungsverzeichnis aller Maschinen.

Modell
Die beiden Brawa-Modelle geben den Zustand zum Zeitpunkt Ihrer Indienststellung in der Epoche 3 wieder, das Modell der V 240 kann aber auch wie beim Vorbild als Museumslokomotive auf Epoche 5-Anlagen eingesetzt werden.

Beide Modelle verfügen über eine exzellente Beschriftung und Lackierung, sowohl die V 180 mit ihrem hellelfenbein-bordeauxrotem Aufbau als auch die V 240 im silbernen Kleid können vollständig überzeugen. Das silberne Gehäuse der V 240 gibt dabei die vielen gravierten Details des Aufbaus besonders gut wieder, wie es auch auf dem obigen Bild zu sehen ist.

Die Detaillierung ist ebenfalls sehr gut gelungen, die baureihenbedingten Unterschiede im Bereich der Fenstereinteilung und der Ausführung der Seitenlüfter sind berücksichtigt worden. Aus diesen beiden Gehäusevarianten lassen sich hoffentlich in Zukunft noch weitere Varianten ableiten. Die Feinheiten setzen sich sogar im Fahrwerksbereich fort, denn im Gegensatz zu anderen Modellen sind hier einige Details sogar separat angesetzt (z.B. die Kühlschlange an den Drehgestellen).

Ausgestattet sind die ansonsten identischen Modelle mit einem 5-poligen schräggenuteten Motor ohne Schwungmasse, was aber angesichts der wirklich guten Fahreigenschaften nicht weiter auffällt. Das schon von anderen Brawa-Modellen bekannte ausgeglichene Fahrverhalten ist hier nochmal optimiert worden und gehört meiner Meinung (und Erfahrung) nach zu den besten im Großserienbereich bei N-Triebfahrzeugen. Die Loks lassen sich aus dem Stand heraus samtweich beschleunigen und abbremsen. Mancher Rangierlok würden derartige "Manieren" gut zu Gesicht stehen.

Fazit
Endlich verfügt auch der N-Bahner über sehr gute Modelle der V 180. Es bleibt zu hoffen, das Brawa den Weg fortsetzt und bald weitere Modelle folgen lässt. So sind auch die vierachsige V 180.0 bzw. V 180.1 oder Privatbahnvarianten denkbar. Angesichts der sehr guten Eigenschaften ist das Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut.

Zusammenfassung
sehr gut
gut
befriedigend
ausreichend
mangelhaft
Detaillierung
 
 
 
 
Beschriftung
 
 
 
 
Fahreigenschaften
 
 
 
 
Wartungsfreundlichkeit
 
 
 
 
Preis-/Leistungsverhältnis
 
 
 
 
Gesamturteil
 
 
 
 

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